Nicht so wirklich…

17. Mai 2012 um 18:45 Uhr

…ich weiß nicht wirklich, wie ich mich fühle. Ich fühle mich nicht schlecht. Aber ums gut zu nennen, fehlen doch auch noch so paar Groschen an der Mark. Hm, Wirklichkeiten sind eh immer ziemlich subjektiv, und meine ist gerade noch nicht mal das. Im Grunde hab ich keine Ahnung, wie es mir geht. Ich weiß nur, es geht mir nicht schlecht. Wie es ausschaut, sackt langsam alles.

Hans hat mir vor paar Tagen Spaß gemacht! Hans, du weißt ja, dass ich solche auf den ersten Blick holprige Vergleiche liebe! Und deiner hatte was… ich ziehe da mal mit. Also, wenn die Liebe das Benzin ist und das Auto die Beziehung, dann stelle ich fest: ich hab kein Auto. Der Benzinkanister ist da, ok. Aber von einem fahrbaren Untersatz weit und breit nichts zu sehen. Wenn ich nun einen wollen würde, dann müsste ich mich definitiv auf die Suche danach machen, denn es wird mir wohl niemand das passende Auto vor die Tür stellen. Und schon würde ich mich wiederfinden in der wunderbaren Welt des Gebrauchtwagenmarktes.

Das Ding ist nur: so wunderbar ist er gar nicht. Ich könnte als Frau ohne weiteres binnen einer einzigen Woche gefühlte tausend neue Bekanntschaften machen, indem ich mich nur in einer dieser Singlebörsen list… kein Problem. Dazu muss man aber auch die Nerven haben, denn es ist zum größten Teil doch nicht sehr erheiternd, was man dort zu lesen bekommt. Es ist zu einem gar nicht so geringen Teil sogar ziemlich eklig, wenn ich mal ehrlich bin. Zu erheblichem Anteil ist es vor allem langweilig, und nur zu einem klitzekleinen Teil ist es interessant.
Beleuchten wir mal den kleinen Teil… den interessanteren und wagen uns an die Probefahrt: im Nachhinein bin ich froh, dass ich es wenigstens noch mit Humor sehen konnte. Unterhaltungswert hatten sie immer, das muss ich schon sagen. Nun ist es aber nicht so gedacht, dass ich nach Hause gehe und wenigstens was zum Schlapplachen habe. Normalerweise sollten sich doch dann die Schmetterlinge im Bauch tummeln. Taten sie aber nicht… nur ein einziges Mal in den letzten geschlagenen 4 Jahren wollte ich einen Mann gern wiedersehen, und das war Marco. Alle anderen kamen eher rüber wie ein Comedyprogramm, ums mal so auszudrücken.
Ich habe aber keine Lust mehr, eine sinnlose Probefahrt nach der anderen mit irgendwelchen Klapperkarren (und damit meine ich nicht Marco, der war ein Sondermodell!) zu unternehmen… schon allein darum, weils wirklich auf die Nerven geht, besonders im Abgang.   Wenn du ein Auto nicht kaufen willst, beschwert sich keiner. Aber Verehrer muss man erstmal wieder losgeworden sein! Viele Menschen verstehen das Wort “Nein!” nicht… wahrscheinlich, weil ich doch sehr höflich bin und niemanden verletzen will. Trotzdem isses eigentlich unmissverständlich, dass ich dieses eine Date als Ende der Fahnenstange erachte. Wenn du dann trotzdem nicht in Ruhe gelassen wirst, dann geht das gelinde gesagt einfach auf den Wecker. Mir jedenfalls.

Dazu kommt, dass ich ja nun wirklich alles andere als beziehungsfixiert bin. Warum sollte ich mir umständlich eine anlachen, wenn ich gar nicht unbedingt und dringend eine haben will?

Ich würde nicht sagen, dass ich auf Teufel komm raus und aus Prinzip nie wieder einen Mann in mein Leben lassen würde. Aber ich suche mir keinen. Mein Ziel ist, dass meine Welt auch ohne schön ist. Wenn dann trotzdem irgendwann mal jemand käme, der mich hin und weg macht, dann könnte ich ja doch nicht widerstehen, das ist ganz klar. Nur… so wie ich lebe, steht die Chance dafür doch gleich null. Ich geh nun mal nicht auf Radutte, und es wird niemand bei mir klingeln und sagen: “Guten Tag, da bin ich… freust du dich, dass ich jetzt da bin?” Es stellt einem ja auch niemand den Traumwagen vor die Tür, den man selber nur noch betanken muss. Das ist utopisch, Hans, und das hab ich akzeptiert. Mehr an Entscheidung hab ich gar nicht getroffen, und nicht mal das war ne Kopfentscheidung, sondern eine aus dem Gefühl heraus. Reine Kopfentscheidungen sind mir mittlerweile nämlich wirklich nicht mehr so sympathisch. Ich mag mir das Denken zwar nicht abgewöhnen, aber wenn, dann ganzheitlich unter Einbeziehung aller Relevanzen, und die erheblichste ist nun mal der Herzschlag.

Morgen hab ich nicht frei, aber wenigstens Didi. Wir haben uns die Tage mal genauer mit diesem seinem Streber-Projekt beschäftigt, und  je mehr wir darüber nachdachten, desto erfreulicher wurde die Tatsache, dass ich mich damit nicht auch noch intensiv befassen muss. Das kann nur ein Rohrkrepierer werden, und auch wenn ich pünktlich mein Geld auf dem Konto hab, isses mir so egal nun auch wieder nicht, was ich an meinem Arbeitsplatz mache. Ok, wir fangen dann trotzdem eben schon mal an… jeden Tag eine, das muss reichen… soll ja nicht am guten Willen liegen. Aber da wir uns sicher sind, dass wir das intensiv nachbearbeiten müssen, falls alles mal in den Topf kommt, wo es dann wirklich kocht, wollen wir uns andererseits auch nicht so intensiv ins Zeug legen. Ist ja auch nicht so, als hätten wir sonst nichts zu tun. Da wären schon noch so 2 oder 3 andere Dinge, für die wir eigentlich bezahlt werden.
Ich werde ja nicht drüber fertig, dass die sogenannten Entscheidungsträger diesen Stümper seinen unausgegorenen Mist unter die Leute bringen lassen. Aber vielleicht bin ich ja auch die Doofe und verstehe mal wieder gar nix… kann schließlich auch sein. Sei es, wie es sei… wir machen mit, aber nicht so dolle und bedauern sehr unsere Kollegin, an der dieser Käse noch viel klebriger hängenbleibt. Was bin ich froh, dass ich nicht mit ihr tauschen muss.

Seit ein paar Tagen ist ein Wunsch wieder in mir hochgekommen. Muss mal gucken, ob ich mich endlich mal traue, oder ob es wieder auf die lange Bank geschoben wird: mein Tattoo. Die Stelle steht ja schon lange fest und bleibt auch: auf die linke Schulter, genau hinter dem Herzen.  Nur das Motiv hab ich mir wohl anders überlegt: ich möchte jetzt ein Auge haben. Genau dort! “Torn” würde immer noch passen, aber noch steht es da ja nicht. Nun liebäugele ich mit dem Auge und stelle mir das wunderbar vor. Wenn, dann muss ich aber noch in Kürze in die Gänge kommen, damit ich im Sommer auch noch was davon habe. Na, mal gucken… im wahrsten Sinne des Wortes.

VOM LEBEN GELERNT 11/2012:
“Und manchmal sage ich zur Welt einfach: Aha!”

-by vonFuchs-

Ende Legende…

12. Mai 2012 um 20:24 Uhr

Mein Feuerseelchen weint. Noch immer, schon wieder… weiß ich gar nicht. Vermutlich sowohl als auch.

Es war klar, dass es diesmal verdammt lange dauern wird. Mein Feuerseelchen brennt lichterloh, unkontrolliert. Nur mit Tränen kann ich dem Herrin werden. Das ist mir klar und darum lasse ich sie rollen, laufen, tropfen, fließen… das ist Bewegung. Der Rest von mir steht still. Schockstarre.

Ich kratze gerade mein passioniertestes Ideal vom dreckigen Asphalt. Kurz und klein ist es da zerschellt, bis zur Unkenntlichkeit zertrümmert. Das ist der Unterschied zu den ersten 41 Jahren meines Lebens. Bis jetzt war es immer nur verwundet, dieses fantastische Ideal. Jetzt ist es tot. Es tut wahnsinnig weh, davon Abeschied zu nehmen. Dennoch wird mein Feuerseelchen ab jetzt ohne auskommen müssen.
Wovon ist die Rede? Von meinem Glauben an die Liebe. Es grenzt schon fast an ein Wunder, dass ich mir den trotz allem 41 Jahre lang bewahren konnte. Ok, er war oft ins Trudeln geraten. Logisch. Ich hatte ja nicht gerade das glücklichste Händchen, was die Menschen betraf, von denen ich mir mal Liebe erhofft hatte. Da kam halt keine, sie fehlte, und was nicht (mehr) ist, kann man nicht verschenken. So sah bisher die Wahrheit aus. Keine schöne Wahrheit, aber eine nachvollziehbare. Ich werde mit allem fertig, was ich begreifen kann, aauch wenn es mir nicht gefällt. Wenn ich begreife, kann ich verarbeiten. Wenn ich verarbeiten kann, kann ich verkraften. Wenn ich verkraftet habe, kann ich neu beginnen. Das wird diesmal nicht funktionieren. Es scheitert an der Basis, dem Begreifen.

In meiner Welt gab es das bisher nicht. Liebe kann mit der Zeit und dem Lauf der Dinge blasser werden, bis sie irgendwann nicht mehr zu sehen bzw. zu spüren ist. Dann ist es legitim zu sagen, dass es beendet gehört. Wozu sich was vormachen und an Geister glauben? Man kann ja auch nicht von einem leeren Teller essen.
Man geht aber nicht, solange man liebt. Jedenfalls nicht in meiner Welt. Das ist, als würde man ein noch bewohntes Haus abreißen, nur weil es ein paar Bauschäden aufweist. Für mich ist so ein GO! ein NO GO. Man legt Liebe nicht einfach so still und macht statt dessen lieber erstmal was anderes. Was kann denn wichtiger sein als sie zu hegen und zu pflegen, gerade wenn sie zu kränkeln beginnt? Das kommt für mich einer unterlassenen Hilfeleistung (in dem Fall mit Todesfolge) gleich, und die ist nicht ohne Grund ein Straftatbestand. Man macht sowas einfach nicht… besonders wenn sie die größte Liebe von allen gewesen sein soll.

Ich hab bis neulich an die Macht der großen Liebe geglaubt. Schon das war ne reife Leistung meines Feuerseelchens,  wo ich sie doch noch nie erlebt hatte. Dennoch war er da, dieser Glaube an diese Wundermacht. Er war mein Ideal! Weil ich ihn hatte, hab ich mich Mal um Mal getraut, sie zu finden, die große wahre Liebe. Jetzt ist er tot. Das Ideal ist tot. Dass ich schon so lange so sehr weinen muss, ist klar. Trauerarbeit muss geleistet werden. Tut man das nicht, geht man kaputt. Ich will nicht kaputtgehen, also ist das jetzt meine Aufgabe. Und wenn ich damit fertig bin, werde ich ein neues Ideal brauchen. Das wird sehr schwierig werden, eins zu finden, was sich mit der Macht der Liebe messen kann.

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So, bis hierhin war der Text von gestern. Es stand noch eine Antwort aus, und die wollte ich nicht beeinflussen, indem ich irgendwas vorwegnehme. Jetzt hab ich sie, und was für eine! Blitz und Donner sind Kindergarten dagegen.  
Ums mal vorwegzunehmen: es kann natürlich sein, dass ich ihn wieder mal falsch verstanden habe. Tu ich ja scheinbar irgendwie immer. Vielleicht war das wiedermal alles ganz anders gemeint, als es bei mir mit meinem offensichtlich extrem niedrigen Horizont angekommen ist. Was ich verstanden bzw. aufgefasst hab, ist folgendes: wir sind nicht getrennt, weil er mich verlassen hat.  Dieses hätte der großen wahren Liebe gar keinen Abbruch getan, wenn ich mich jetzt nur nicht so anstellen würde. Schließlich hatte er vor, wiederzukommen, und das war doch in seiner Welt ne tolle Option. Dass ich ihn jetzt nicht mehr will, ist blanke Sturheit meinerseits. So hab ich es heute gesagt bekommen, aber wie gesagt, vielleicht hab ich auch nur was mal wieder nicht kapiert. In seiner Welt kann man die große wahre Liebe getrost auf unbestimmte Zeit ins Gefrierfach legen, um sie später wieder aufzutauen. Wie bockig von mir, dass ich das anders sehe!
Ergo: ich bin die Übeltäterin und hab unsere Beziehung auf dem Gewissen. Er ist das Opfer. Ok… von mir aus, ich wills eh nicht sein. Die Opferrollen sind die beschissensten von allen… liebend gern geb ich die rüber, ohne eine Träne darum zu vergießen. Da hab ich doch glatt wichtigere Sorgen, als die, wer nun Schuld ist. Er kann sie mir ruhig geben… aber den Rest, den kann er behalten. Wenn es ihm hilft, alles richtig gemacht zu haben, dann bitte… Marco, du hast alles richtig gemacht und ich alles falsch. Ich bin halt nicht beziehungsfähig, da immer viel zu egoistisch. Kannst eigentlich froh sein, dass ich keine Beziehung mehr mit dir möchte. Was bin ich nämlich starrsinnig und anstrengend und nicht zu vergessen dusselig! Die wahre Glückseligkeit erkenne ich nicht mal, wenn man mir sie lobpreisend in Aussicht stellt. Mir sind halt Taten lieber als Worte… na sowas aber auch.

Er hat mir heute mehrmals geschrieben, wie enttäuscht er von mir ist und dass es ihm gar nicht gut mit alldem geht. Ich würde mir ja wünschen, dass er mir darum leidtun könnte. Tut er aber nicht. Die Wahrheit ist, es interessiert mich nicht. Es ist mir vollkommen wurscht, wie er mit den Dingen, wie sie nun sind, zurechtkommt. Ich hab zuzusehen, dass ich mich wieder auf die Füße  hieve. Das ist mal das eine. Das andere ist, dass mir auch so sicher jedes Mitgefühl für seine Situation fehlen würde. Und warum? Weil er es sich so ausgesucht hat. Die entgültige Trennung hat sich über vier, fast fünf Wochen gezogen. Ich hab ihm oft und lange genug gesagt, dass ich das nicht will und dass er mich nicht verlassen möge. Er hat darauf bestanden, es dennoch zu tun mit der Maßgabe, er würde schon irgendwann wiederkommen, um von vorn zu beginnen. Ich hab ihm auf den Kopf zugesagt, dass das nicht klappen wird, weil ich dann nicht mehr kann. Er tut jetzt so, als wollte ich nicht mehr. Das ist gelinde gesagt dreist. Er maßt sich an zu bestimmen, was ich zu fühlen habe, als wäre das meine freie Entscheidung. Es ist aber keine Entscheidung. Ein Gefühl ist ein Gefühl. Das kann man sich nicht mit dem Kopf aussuchen.  Er hat dieses Gefühl verursacht: dieses “Verraten und verkauft!”-Gefühl. Wie ausgekotzt fühle ich mich. Er hat mich ausgekotzt, und jetzt erwartet er auch noch, dass ich a) so tue, als sei nichts passiert und b) soll ich warten, bis er sich ausgehampelt hat und endlich mal wieder die Muße aufbringt, sich um unsere Beziehung zu scheren. Ruhe wollte er, ok. Die hat er ja jetzt… passt ihm auch wieder nicht. Und wessen Problem ist das? Nicht meins. Mir ist mein Ideal in Stücke geknallt. Er hat mein komplettes Liebesleben in Schutt und Asche gelegt… jede Nuance davon. Nie wieder werde ich mich da ranwagen können. Wenn nicht mal die große wahre Liebe reicht, um bei mir zu bleiben, wozu soll ich dann Beziehungen überhaupt erst eingehen? Ich werde das nicht mehr können. Mit ihm nicht und auch sonst nicht. Vielleicht tröstet ihn das ja, dass er keinen Nachfolger bekommen wird. Ich dagegen schon, da gehe ich von aus. Da wird schon irgendwann eine Miss Nachmir in der Manege auftauchen. Nur gut, dass ich davon nichts mitbekommen werde… täte mir dann sicher auch wieder einfach nur weh.

Er hat mir das Herz gebrochen und sogar dafür will er die Verantwortung deligieren. Das hätte ich seiner Meinung nach ja nicht passieren lassen brauchen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Genauso gut könnte das Finanzamt mir nen Bescheid über die Festsetzung von Vergnügungssteuer für meine nicht enden wollende Traurigkeit zuschicken. Aber warum nicht… ich habs mir offensichtlich alles redlich verdient: die Enttäuschung, den Schmerz, den Kummer, die Hoffnungslosigkeit und so weiter. In Marcos Welt hab ich das ja alles so gewollt, während er immer nur das Beste für uns wollte.  Keine Rede davon, dass er sich verzockt hat, dass er mich verzockt hat und darum uns verzockt hat… alles mein Fehler. Wie gesagt, nehm ich so hin. Darauf kommt es jetzt nämlich auch nicht mehr an. Ausgekotzt und Spaß dabei… man gönnt sich ja sonst nichts.

Ich habe heute in ca. 3 Stunden 5 mit Vorhaltungen gespickte Mails von ihm bekommen. Alle beantwortet. Meine letzte Zeile an ihn lautete: “Mach nur weiter so. Das wird mir vielleicht dazu verhelfen, dass es mir morgen tatsächlich ein bisschen besser geht.” 
Von da an war auf einmal Ruhe.  
So ging das seit Januar. Ganz genau das, was ich für gut und richtig hielt, unterließ er. Wenn es besser gewesen wäre zu gehen, blieb er. Wenns besser gewesen wäre zu bleiben, ging er (oder kam gar nicht erst). Wenns besser gewesen wäre zu schweigen, redete er. Wenns besser gewesen wäre zu reden, schwieg er. Ich hab ihn gebeten, mir einen guten Grund zu nennen, warum wir wieder zusammenkommen sollten. Antwort: Wenn ich selbst keinen wüsste und er mir statt dessen einen servieren müsste, wärs eh sinnlos. Offensichtlich weiß er keinen, sonst hätte er mir den gesagt. Aber ich ja auch nicht.  So gesehen sind wir doch quitt… und damit ENDE LEGENDE.  

Bin dann mal mein Ideal begraben. Wenn ich jeden Tag ein kleines bisschen schwarze Erde draufschütte, bin ich ja sicher irgendwann damit fertig. Dann kann ich endlich mein Ändern leben. Wie? Weiß ich noch nicht. An den Scheidewegen des Lebens stehen ja nun mal keine Wegweiser. Aber eins weiß ich: das ist nicht der erste glatte Durchschuss, den ich überlebt habe. Es wird schon wieder die Zeit kommen, in der das Wünschen wieder hilft.

VOM LEBEN GELERNT  11/2012:
“Naiv sein wird umgehend bestraft.”
-by KateKnox-

Ich geb mir Mühe…

7. Mai 2012 um 19:28 Uhr

Na fein…

6. Mai 2012 um 14:45 Uhr

…das war mein heutiges Engelshoroskop:

BRASSO – DIE KRAFT
Darum geht es: Sie geben alles, um eine Sache in Griff zu bekommen – sind dynamisch und wild entschlossen zu siegen.

ANDRAS – DIE TRENNUNG
Das ist notwendig: Ohne Groll Abschied zu nehmen, loszulassen und neue Möglichkeiten in Betracht zu ziehen.

LIAM – DIE LEICHTIGKEIT
Sie stehen vor: einer unbeschwerten Zeit, in der Sie ihre Pläne verwirklichen können, glücklich zu werden.  

Gut zu wissen. Prima, dass mir das mal einer sagt. Und warum fühlt sich das alles so anders an?
Die Tränen rinnen noch immer und diesmal verstehe ich sie nicht wirklich. Ich hab ne Vermutung, aber mehr auch nicht.
Ich weine nicht aus Liebeskummer. Über den Punkt bin ich weg. Was diese Beziehung betrifft, ist alles gut so, wie es ist. Nichts möchte ich anders haben. Passt.
Depressiv bin ich auch nicht, jedenfalls nicht im klassischen Sinne.
Micha sagt, ich gehöre unter Menschen. Kann auch nicht stimmen. Zwischenmenschliche Kontakte zehren mir gerade sehr an der Substanz. Ich kann mit anderen Menschen gar nichts anfangen und stelle mir nix belastender vor als ein Bespaßungsprogramm deluxe… das würde mich kein Stück aufbauen… im Gegenteil. Eigentlich hab ich im Moment sogar Angst vor anderen Menschen, nämlich dass sie die falschen Fragen stellen und ich mich dann nicht mehr kontrollieren kann. Die Tränen sitzen locker zur Zeit.
Ich bin gut zu mir, verwöhne mich sehr. Da ist die Brille, ich hab mir schicke neue Kleidung gekauft, geile Mucke, gute Bücher, und gestern hat mein Kind mir die Haare gefärbt. Hammerfarbe! Aber nichts zieht. Ich kann keine Freude dabei empfinden. Das sind alles feine Sachen, die mir gut tun müssten. Ich finde die auch alle schön, aber sie wirken nicht.  Nichts funktioniert.

Marco hat mich frontal gerammt mit all seinen Gefühlen. Mit den damaligen, die ihn sagen ließen, dass er für uns keine Zukunft sieht, weil wir uns nicht verstehen und darum nicht zusammenpassen wie auch mit den jetzigen, die ihn glauben lassen, dass wir es wieder schaffen könnten. Er ist kein Lügner, sagt immer die Wahrheit. Nur hat die jeweils aktuelle Wahrheit bei ihm eine sehr geringe Halbwertzeit. So ist das bei Menschen, die nicht wissen, was sie wollen. Und damit ist seiner ersten Wahrheit stattgegeben: ich weiß immer, was ich will, denn solange ich es nicht weiß, halte ich die Klappe. Und genau darum passen wir nicht zusammen. Traurig, aber wahr… aus zwei halben Sachen wird nun mal noch lange keine ganze. Und übrig bleiben wie immer nur zwei einsame elementare Frage: Was kommt und bleibt, so wie ich bin und wo bin ich zuhaus? Ja, ich hab ihn verloren. Aber was noch viel tragischer ist: ich hab mich verloren. Er hat mich mit sich genommen und weigert sich, mich herzugeben. Ich spüre, dass er mich nicht loslässt. Das hat er mir gesagt: dass er mich nicht gehen lassen will so für sich. Dass er nichts von mir weggeben will und dass ich bei ihm bleiben möge. Und wieder mal ist er es, der für uns beide entscheidet. Er hat mein Herz in der Hand und gibt es nicht her.  Er spricht wieder Gebete für uns und für mich sind sie wie Voodoo-Formeln. Sie tun mir einfach nur weh!

Was an mir nagt, ist diese himmelweite Enttäuschung. So ein genialer Start und dann so ein jämmerliches Ende… das eine wie auch das andere geradezu umwerfend! Ja, es plagt mich und wird mir noch lange, wenn nicht ewig wie ein Klavier auf den Zehen stehen.

VOM LEBEN GELERNT 10/2012:
“Im Winter habe ich den Frühling verlernt.”
-by 0816-

So siehts aus. Da nützt mir auch das beste Horoskop nichts.

Was wahre Liebe ausmacht…

4. Mai 2012 um 19:39 Uhr

…wenn es egal ist, wo man zusammen ist, weil man immer und überall froh ist, wenn man beieinander ist.

Hasi hat mich heute angerufen, um sich nach Singapur zu verabschieden. Ich habs ihm erzählt und dabei geheult wie ein Schlosshund. Ich kanns noch immer nicht gut mit dem Mund sagen. Aber das Schlimmste sind die Reaktionen, die eigentlich immer gleich sind. Wie die von Hasi: “Liebelein, das tut mir jetzt  leid! Du hast dich so glücklich angehört, als es angefangen hat, und ich habs dir so gegönnt!” Da kullerten die Tränen und ich hab mich kaum beruhigen können. Zum Glück wars kurz vor Feierabend und ich konnte daheim weiterheulen.

Außer dem Blubb gönnen es mir sicher alle. Das ist nicht die Frage. Aber trotzdem scheints mir in diesem Leben eben nicht vergönnt zu sein.

VOM LEBEN GELERNT 09/2012:
“…wenn der Deckel genau auf den Topf paßt, isses dunkel im Topf. Und Luft kommt dann da auch nicht mehr rein. Denkt mal drüber nach, ihr Deckel-such-Spacken!”
-der_mueller-

I moag nimmer.

Hey…

30. April 2012 um 20:39 Uhr

…alles glänzt, so schön neu! Hey… wenns dir nicht gefällt, mach NEU!!!

Brille schön neu. Bikini schön neu. Und als nächstes kauf ich mir ne Baumaschine und bau nen schönen Boxenturm. Die Welt mit Staub bedeckt, doch ich will seh’n, wo’s hingeht! Ich bin bereit, meine Welt zu retten, auch wenn das vielleicht zuviel gewollt ist.

28. April 2012 um 23:33 Uhr

Ok, versuchen wir’s mal. Ich hoffe, dass ich nicht den Faden verliere… habe die Kommentare jetzt nicht vor Augen. Aber ich hoffe, das bekomme ich auch so hin.

Ja, warum will ich das nicht? Unter dem Strich würde ich sagen, es ist eine Frage der Motivation. Meine steht außer Frage… die hab ich zum Glück irgendwie immer! Selbst in der tiefsten Depression ist immer noch eins gewiss: auch wenn ich gerade (fast) nicht mehr kann, ich will!!! Und weil ich immer wollte, hab ich mich auch immer wieder aus dem eigenen Schopf aus dem ekligsten Dreck herausgezogen. Da wollte ich nämlich nicht bleiben, und darum bin ich wieder auf die Füße gekommen, um fortzugehen. Genau darum, aus keinem anderen Grund. Meine Motivation ist meine größte Wunderwaffe, über die ich verfüge. Ich hab mich noch nie nie nie auf Dauer hängen lassen, das konnte ich mir nämlich nicht leisten. Sicher, da gabs Auszeiten. Aber mir ist noch immer wieder eingefallen, worum es geht, und dann hab ichs durchgezogen… weil ich wollte! Hm… und er wollte halt nicht mehr mit mir zusammensein. Keine Motivation mehr vorhanden, zumindest nicht ausreichend. Also war es Zeit, mir zu überlegen, was ich statt dessen will. Will ich ewig und drei Tage darauf warten, dass er zu mir zurückkommen wird, obwohl ich mir nicht mal sicher bin, dass es später irgendwann an meiner Tür klingeln wird, weil er soweit ist, einen Neustart zu wagen? Ich halte das nämlich für nicht sehr wahrscheinlich. Jetzt sagt er das… ja. Aber so sehr er bemerkt, dass ich wieder mein ganz eigenes Leben lebe, umso mehr wird er daran zweifeln, dass sich der Weg zu mir lohnt. Und ich muss nun mal mein eigenes Leben leben, ohne ihn… und es muss und wird mir wieder gefallen… und je mehr es mir gefällt, desto weniger wird er sich zutrauen, mich zurückholen zu können. Davon gehe ich aus, und er müsste mir selbst das Gegenteil beweisen, damit ich von etwas anderem ausgehen kann. Aber ich kann hier nun mal nur für mich sprechen… wie er das irgendwann mal entscheidet, steht a) ihm frei und b) in den Sternen. Es ist für mich nicht greifbar, und darum mache ich mir da auch lieber keine Hoffnungen und konzentriere mich auf das, was ich steuern kann… auf mich. Das ist die Antwort auf die Frage, warum ich nicht warten mag und gleichzeitig auf die Frage, warum ich ihm die Freundschaft gekündigt habe. Er hat mir ja immer wieder zum Vorwurf gemacht, dass ich alles oder nichts will. Ich seh das nicht so. Naja, es ist schon so aus seiner Sicht, das lass ich ihm auch. Aber aus meiner Sicht ist das bisschen anders. Es geht nicht um alles oder nichts. Es geht um Prognosen. Die hat er ja auch aufgestellt und mich darum verlassen. So, wie es war, konnte es nicht bleiben. Es hat mich fertiggemacht, dieses nicht Fisch und nicht Fleisch. Ich erwarte prinzipiell nicht von anderen Menschen, dass sie mir Sicherheit geben. Aber ich erhoffe es. Und wenn sie es nicht wollen oder nicht können, dann schaff ich mir die selber. Ich muss sicher sein mit mir und meiner Welt, und das geht jedem so. Dafür brauche ich mich nicht zu rechtfertigen. Wenn es unsicher wird, schwammig, bedrohlich gar, dann muss ich für mich selber sorgen. Das kann ich auch. Ich weiß, dass Gegenwind zu Rückenwind wird, wenn man nur die Richtung ändert. Das hört sich alles sehr cool an… ist es aber nicht. Es ist nicht mehr und nicht weniger als eine Überlebensstrategie. Und ich will überleben. I will survive! Ich bin erst 41 und mein Leben muss und wird weitergehen. Ich kann mir das schwer machen oder ich machs mir verhältnismäßig einfach. Aber ich machs mir nie einfacher, als diejenigen, die irgendwas bestimmtes von mir wollen… davon kannste ausgehen. Wie kommt er eigentlich dazu, davon ausgehen zu können, dass ich auf ihn warte, bis er sich ausgesonnen hat mit was auch immer? Kann ich was dafür, dass er dort steht, wo er steht und da bleiben will, wo er ist? Wenn er hier sein wollte, dann wäre er doch hier, wann immer sich die Gelegenheit bietet, und nicht sonstwo. Will er demnach nicht. Und ich soll wollen bis zum Sanktnimmerleinstag? Ich hab noch immer großen Respekt vor ihm und würde ihm nichts Übles nachsagen. Aber mein Leid nimmt mir trotzdem keiner ab, er schon gar nicht. Er ist weg, und ich bin allein. So einfach ist das eigentlich. Es ist vermessen, von mir zu erwarten, dass ich warte auf Dinge, die vielleicht nie eintreffen und derweil in Schockstarre verweile. Ich hab nur das eine Leben. Das muss weitergehen, auch ohne ihn. Es war seine Entscheidung, nicht meine. Da brauchen wir nicht viel Wind drum zu machen. Die Wahrheit kommt mit wenigen Worten aus. Und ich bin die Letzte, die mit dem Finger auf ihn zeigen würde. Menschlich hab ich kaum je was Feineres getroffen als ihn. Trotzdem kann ich nichts dafür, dass  er nicht weiß, was er wirklich will. Ich hab da zwei Optionen: das mitmachen oder nicht. Ich mach es nicht mit. Ich weiß, was ich will: meine Seelenruhe will ich wieder. Die brauch ich. Er gibt sie mir nicht, wenn ich ihm sage, wie ich telefonisch erreichbar bin. Das ist nicht mal böse gemeint. Er will mir nichts Schlechtes. Aber für mich würde es trotzdem schlecht enden. Ich liebe ihn, nach wie vor. Und nichts wäre schlimmer für mich, wenn er mich so am ausgestreckten Arm verhungern lassen würde wie am Anfang vom Ende. Und nichts nützt mir weniger, als wenn ich diesen Zustand in die Länge ziehe. Und wenn er sich dem fügt, dann kanns ihm nicht genug wert sein. Punkt. Ich werde zur Kampfsau, wenn ich den Wert erkenne und mir den wahren will. Er ist gegangen und will die Tür nen Spalt offenlassen… auf meine Kosten. Ob und wann er je wiederkäme, soll ich ihm überlassen. Und was genau wird dann aus mir? Erinnert mich, auch wenn er nicht mal ansatzweise so ist, ganz stark an meinen Vater, der klingelte und zu meiner Mutter sagte (nachdem er von irgendner Ische runtergekrabbelt ist und die die Nase voll von ihm hatte): “Guten Tag, da bin ich. Freust du dich, dass ich wieder da bin???” Hm… lange war er nicht da. Marco ist nicht wie mein Vater, ganz und gar nicht. Aber unter dem Strich käme es aufs selbe raus. Ich soll mich dann freuen, dass er wieder da ist, so hätte er es gern. Kann ich aber nicht. Ich bin so großgeworden. Mein Vater war selten da, und er ging auch wieder. In solche Beziehungen, wie immer sie sich auch äußern, und warum immer sie auch beendet und wiederbelebt werden, stecke ich keine Energie. Entweder man will mich oder man will mich nicht. Punkt. Wenn er wieder da wäre, dann müsste ich stets fürchten, dass er wieder geht, weil er mit irgendwas wieder nicht klarkommt. Ich bin da viel “schuldiger” als meine Frau Mutter. Mein Vater hat sich in fremde Betten gelegt, das tut Marco nicht. Aber ich bestehe auf meine Freiräume, und er wird davon immer eingeschüchtert sein und lieber das Feld räumen, denn er will ja selbst nichts an den Umständen ändern. Vergangenes verdrängen statt aufzuarbeiten… so hält er es.  Das kann nicht gutgehen. Die Trigger sind böse, und das Böse würde immer und überall sein.

Und warum ich ihm nicht wenigstens ne friendship with benefiz lasse, weil wir vielleicht auf dem Weg wieder zusammenkämen? Fand ich ja schließlich früher mal gar nicht schlecht. Nee, fand ich tatsächlich nicht schlecht. Aber man kanns nicht vergleichen. Man kann nämlich die Männer nicht vergleichen. Das entsprach damals voll und ganz meinem Willen… sonst hätte ichs nicht gemacht. Keine Frage. Dass es nicht immer lustig war, auch wenns meinem Willen entsprach, lassen wir jetzt mal aus. Es ist nämlich nicht so lustig, um die Abstände zu feilschen und sich damit abfinden zu sollen, dass der Mann, der dir Liebe schwört, nur alle gefühlte hundert Jahre mal bei dir zu haben. Das ist aber nicht das Thema. War damals so, ging genau betrachtet auch nicht anders, ich trag da keinem was nach. Damit bzw. mit diesem Mann bin ich total im Reinen, obwohl er sowas von raus ist aus meinem Leben. Das war meine Entscheidung. Ich habs abgewickelt, genauso wie ichs hab laufen lassen, als ich es laufen lassen wollte. Spielt aber alles hier gar keine Geige. Die Frage war, warum ichs Marco nicht lasse. Antwort: Fürsorge. Er käme damit nicht zurecht. Schau, er kam doch nicht mal in der Beziehung damit zurecht, dass da jemand anders kommen könnte, der mich mehr anturnt als er. Und wie soll er das bitte machen, wenn ich das auch noch dürfte, weil wir NICHT zusammen sind??? Damit käme er nie und nimmer zurecht, und wenn er anderer Meinung ist, dann möge er das hier kundtun. Ich kann es mir jedenfalls nicht vorstellen. Ja, er sagt, am Anfang vom Ende wäre er mit seiner Eifersucht klargekommen. Das ist für meine Begriffe Schöngerede.  Er wollte das gern, also damit zurechtkommen, aber wo bitte sind denn unsere Probleme dann hergekommen? Es wäre schlimm für ihn, immer davon ausgehen zu müssen, dass ich fremdgehen kann, weil ichs ja jetzt auch noch darf. Ganz schlimm. Ich mag ihm das nicht antun. Das kann und will ich nicht verantworten. Er hat schon Kummer genug. Wie soll er damit umgehen, dass ich, wenns mir mal so einfiele wie seinen Expartnerinnen, in andere Betten krieche, weil dem ja nichts im Wege steht? Nein, würde ich nicht tun. Haben die aber auch gesagt. Er hat mir schon die Treue nicht abgenommen, als ich noch verpflichtet dazu war. Und wie soll er mir sie abnehmen, wenn ich es nicht mehr wäre? Er schafft das nicht… kann ich mir nicht vorstellen! Lieber soll er sich eine Frau suchen, die sittlicher lebt als ich und keine Kontakte zu anderen Männern aufrecht erhält. Ich tu das nämlich, wenn auch nicht auf sexueller Ebene. Ob die dann natürlich damit klarkommt, dass er selten zu Hause sein wird in Anbetracht seines Jobs, ist die Frage zwei, aber die geht mich gar nichts an. Wir sind nicht mehr zusammen, und er kann sich binden, mit wem immer sich das hoffnungsfroh  gestaltet. Meinen Segen hat er.

Ich geh davon aus, dass er schneller wieder wagen wird, sich zu binden als ich. Ich weiß, was er an mir schätzte und gönne ihm alles Glück der Welt… dass Missnachmir das mitbringen wird und meine Fehler nicht hat. Und falls er das liest, wird er sauer sein, weil für ihn eine Missnachmir genauso wenig in Betracht kommt wie für mich ein Misternachihm. Dann ist er eben sauer. Er wird sich trotzdem schneller wieder orientieren als ich, weil er noch viel mehr Beziehungsmensch ist als ich. Und ich gönne ihm das so so so sehr. Das meine ich ernst, nicht ironisch. Ich liebe ihn, wegen und trotz allem, was war… möge er sein Glück finden. Ich war es nicht und ich werde es überleben. Er kann sich auf die Fahne schreiben, dass es mich nicht umbringen wird, wenn er jemanden findet, mit der das alles so klappt, wie er es sich wünscht. Ich wünsche ihm das auch… weil ers ist. Ich will ihm nicht böse sein. Ich wills einfach nicht. Klar könnte ich fragen, warum er mit Missvormir geschlagene anderthalb Jahre durchgehalten hat, obwohl sie ihn belogen, wahrscheinlich betrogen und im Endeffekt sich, ihn und ihr Nest sogar von oben bis unten vollgekotzt hat (keine Rückfragen zulässig!!!).  Klar könnte ich ihm nachtragen, das ich immer offen, ehrlich und treu war, und es nicht mal ansatzweise zu anderthalb Jahren gereicht hat. Könnte ich… aber was hätte ich davon? Eigenes Leid hätte ich davon, bestehend aus Neid. Ich mag in diesem Leben nicht mehr neidisch werden auf Missvormirs und Missnachmirs. Ich mag einfach nur zufrieden sein mit mir und meiner Welt, wenn ich meinen Weg gehe.  Und dennoch ist es mir wichtig festzustellen, dass nicht ich stehengeblieben bin sondern er. Ich wäre mit ihm barfuss vom Nordpol zum Südpol gegangen. Nun, so wie die Dinge liegen, mach ich das eben allein. And I will survive!

3x Nein…

27. April 2012 um 17:15 Uhr

“Nein, ich habe keine Payback-Karte.” (in der Apotheke)

“Nein, ich möchte nicht über Gott reden.” (vor meiner Haustür)

“Nein, wir sind nicht mehr zusammen.” (an der Arbeit)
Die Frage, ob ich jemanden zum Reden brauche, musste ich nicht mehr beantworten. Mein Blick sagte wohl alles.

Mein schönstes Gedicht?
Ich schrieb es nicht.
Aus tiefsten Tiefen stieg es.
Ich schwieg es.”
-Mascha Kaleko-

Und hier die aktuellen Lottozahlen…

24. April 2012 um 19:18 Uhr

…heute fand keine Ziehung statt.

Diese Ansage ist wie immer ohne Gewähr.

VOM LEBEN GELERNT 08/2012:
 ”Wer die Liebe will, darf den Schmerz nicht fürchten.”
-by Unvernunft-

*traurigbin*

23. April 2012 um 17:32 Uhr

Ich hab mir gestern “Pretty woman” reingezogen. Natürlich war das von vornherein nicht die allerbeste Idee, aber ich liebe diesen Film heiß und innig. Diesmal hätte ich es vielleicht doch lieber lassen sollen.
Es ist gar nicht der Schluss… der war mir schon immer zu kitschig. Es sind die Dialoge zwischen Edward und Vivian, die mir so zu Herzen gehen… immer schon. Wenn es mir gut geht, finde ich das romantisch. Wenn es mir nicht gut geht, macht es mich traurig. Gestern ging es mir recht schnell nicht mehr gut.

Schmerz muss man verschmerzen. Das ist mir klar, und das mache ich besser so zeitig wie möglich so effektiv wie möglich. Keine Träne ist umsonst vergossen, jede hat ihre Richtigkeit. Das ist mein Beitrag, um irgendwann darüber hinwegzukommen (wenn das überhaupt je so sein wird), und den leiste ich tapfer. Aber es hört einfach nicht auf, weh zu tun. Ich hoffe sehr, dass es irgendwann gut sein wird, wie es ist. Wann, weiß ich nicht. Ich weiß gar nichts. Mit Liebeskummer kenn ich mich nicht aus. Ich werde das im wahrsten Sinne des Wortes auf mich zukommen lassen müssen. Und immer, wenn sie mich wieder so überfällt, die Traurigkeit, hoffe ich einfach, dass ich gerade jetzt wieder einen Dorn aus meinem Herzen ziehe. Und jedesmal merke ich wieder, dass es nicht der Letzte war.

Vielleicht hat mich “Pretty woman” ein bisschen weitergebracht. Ich hab keine Ahnung, wie hoch der Berg ist, den ich abtragen muss. Nur die Ahnung ist da, dass er noch längst nicht weg ist. Das sind dann Momente, in denen mir lieber wäre, wenn ich ihn nie getroffen hätte. So soll es nicht bleiben. Ich möchte eines Tages sagen, dass es gut so war, wie es war, und dass es gut so ist, wie es ist. Nur habe ich bis dahin noch sehr viel Arbeit vor mir, das spüre ich, und die geht verdammt auf die Knochen. Das geb ich ehrlich zu.
Ich habe alles verstanden. Ich habe genau verstanden, dass unsere Zeit vorbei ist und warum es nicht anders ging. Aber verstehen und verschmerzen sind 2 Paar Schuhe.
Hab mir heute eine neue Handtasche gekauft. Blöd, dass ich nicht typisch Weibchen bin, sonst hätte das vielleicht mein limbisches System gereizt und ein bisschen Endorphin wäre womöglich auch dabei rumgekommen. Bin ich aber nicht. Bleibt mir, auf die Musik zu hoffen, die schon unterwegs ist. Morgen… morgen ist sie da.